Kirchen und Klöster | Die historische Dorfkirche Kunow (Prignitz)
© Sven Hampel  

Historische Dorfkirche Kunow

Kirchen und Klöster | Die historische Dorfkirche Kunow (Prignitz)

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Im Nordwesten von Brandenburg, zwischen den Städten Perleberg und Kyritz an der B5 gelegen und umgeben von einer malerischen Landschaft, befindet sich das kleine Prignitzdorf Kunow. Der Ortsteil der Gemeinde Gumtow zählt um die 450 Einwohner*innen und ist ein von landwirtschaftlichen Gebäuden und so einigen Drei- und Vierseitenhöfen geprägtes Straßendorf, welches im Sommer auch einige Storchenpaare beherbergt. Die ersten Aufzeichnungen über Kunow stammen aus dem Jahr 1305. Etwa in diesem Zeitraum entstand auch die evangelische Dorfkirche im Mittelpunkt des Dorfangers, welche heute als wertvolles Denkmal der Baugeschichte gilt.

Dorfkirche Kunow - Außenansicht
Dorfkirche Kunow | © Sven Hampel

Umfangreiche Sanierung

Die historische Kirche – ein für Brandenburg typischer, gotischer Feldsteinbau – wurde um 1290 erbaut, der Bau des Kirchturms folgte 1449. Der optische Höhepunkt der Kirche, der farbenfrohe barocke Kanzelaltar, stammt aus dem Jahr 1691. Bereits seit acht Jahren laufen die umfangreichen Sanierungen an diesem geschichtsträchtigen Bau. Vorangetrieben wurden und werden die Arbeiten besonders durch den Feuerwehrmann Sven Hampel, welcher als engagiertes Mitglied des Gemeindekirchenrats mit viel Leidenschaft an der Restaurierung des Baudenkmals beteiligt ist. Nachdem 2013 das Kirchenschiff saniert wurde, folgte 2014 eine Innenraumsanierung und 2015 die Installation einer Dachentwässerung. Auch die Glockenanlage und die Orgel wurden zwischenzeitlich wieder hergerichtet. Zuletzt wurde der Turm der Kirche aufwändig bearbeitet und wuchs wieder auf seine historische Größe von 23,9 m an.

Kanzelaltar der Dorfkirche in Kunow
Kanzelaltar | © Sven Hampel
Innenraum der Kirche | © Sven Hampel

Letzter Feinschliff

Um die Sanierungsarbeiten an der Dorfkirche Kunow abzuschließen, fehlt noch der Bau eines Schutzdaches vor dem Kircheneingang. Auch die alten Kriegergedenktafeln sollen restauriert werden. Dank der Freigabe von 12.000 Euro aus Lottomitteln durch die Landesregierung im Frühjahr 2020 können diese letzten Sanierungsprojekte nun endlich umgesetzt werden. Mit dem Abschluss der Sanierungen an der Dorfkirche erstrahlt die historische Landmarke wieder im neuen Glanz und ist auch für Besichtigungen offen. Um vorherige telefonische Anmeldung (033977-50665 ) bei Sven Hampel wird gebeten.

[Der Beitrag wurde erstellt mit Unterstützung der LAND BRANDENBURG LOTTO GmbH.]

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